Wissen Wie wird die Ankerkette während des Betriebs gesichert? Die entscheidende Rolle des Kettenstoppers verstehen
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Technisches Team · Garlway Machinery

Aktualisiert vor 1 Monat

Wie wird die Ankerkette während des Betriebs gesichert? Die entscheidende Rolle des Kettenstoppers verstehen


Einfach ausgedrückt wird die Ankerkette eines Schiffes während des Betriebs durch eine spezielle Verriegelungsvorrichtung, den sogenannten Kettenstopper, gesichert. Dieser robuste Mechanismus, typischerweise eine Teufelskralle oder eine Klinke, greift ein einzelnes Kettenglied der Ankerkette und überträgt die immense Ankerlast direkt auf den Schiffsrumpf. Dadurch wird die Ankerwinde (der Ankerwinden) umgangen und deren empfindliche Mechanik vor den ständigen, immensen Kräften von Wind und Strömung geschützt.

Das Kernprinzip der Sicherung eines Ankers besteht darin, die Hebevorrichtung von der statischen Last zu isolieren. Ein Kettenstopper fungiert als mechanische Brücke, die die unglaubliche Spannung von der Ankerkette direkt in die verstärkte Struktur des Schiffes überträgt und so Geräteschäden verhindert.

Wie wird die Ankerkette während des Betriebs gesichert? Die entscheidende Rolle des Kettenstoppers verstehen

Das Kernproblem: Isolierung der Ankerwinde von extremen Kräften

Wenn ein Schiff vor Anker liegt, wird es nicht durch die Bremse der Ankerwinde gehalten. Die Kräfte sind einfach zu groß und zu dynamisch, als dass eine beliebige Maschinenbremse sie über einen längeren Zeitraum aufnehmen könnte. Das gesamte System ist auf eine sicherere, robustere Lösung ausgelegt.

Warum die Ankerwindenbremse nicht ausreicht

Die Ankerwinde ist eine leistungsstarke Maschine, die für eine bestimmte Aufgabe konzipiert ist: das Heben und Senken des Ankers und der Kette. Ihre Bremse dient der Steuerung dieser Bewegung, nicht der Aufnahme des ständigen, heftigen Ruckens eines Schiffes, das sich gegen seinen Anker stemmt.

Würde man sich ausschließlich auf die Ankerwindenbremse verlassen, wären deren Zahnräder, Motor und Fundament katastrophalen Belastungen ausgesetzt, was zu vorzeitigem Verschleiß und möglichem Ausfall führen würde.

Die Rolle des Kettenstoppers

Hier kommt der Kettenstopper ins Spiel. Es handelt sich um eine einfache, unglaublich starke mechanische Vorrichtung, deren einzige Aufgabe es ist, die Kette an Ort und Stelle zu verriegeln, sobald der Anker gesetzt ist.

Er ist zwischen der Ankerwinde und dem Klüver (dem Rohr, durch das die Kette läuft) auf dem Deck montiert. Sein Fundament ist direkt mit einem stark verstärkten Teil des Schiffsrumpfes verschraubt.

Übertragung der Last auf den Rumpf

Durch das Einschalten des Kettenstoppers wird die gesamte Last vom Anker von der Kette über den Stopper auf die stärksten Teile der Schiffsstruktur übertragen.

Der Kettenabschnitt zwischen dem Stopper und der Ankerwinde wird lose, wodurch die Ankerkräfte vollständig von der Ankerwinde selbst abgeleitet werden.

Ein genauerer Blick auf gängige Kettenstopper

Obwohl es verschiedene Designs gibt, sind zwei auf Handelsschiffen und Marineschiffen am gebräuchlichsten.

Die Teufelskralle

Dies ist eine sehr verbreitete Art von Stopper. Sie besteht aus einem schweren, C-förmigen Haken oder einer "Kralle", die an einem langen Spannschloss befestigt ist.

Die Kralle wird manuell über ein einzelnes Kettenglied der Ankerkette gelegt. Anschließend wird das Spannschloss angezogen, um einen festen, spannungsfreien Sitz zu gewährleisten, bevor die Last übertragen wird.

Die Klinke (oder Guillotine-Stopper)

Dies ist ein einfacheres Design, das oft aus einer schweren, schwenkbaren Stange oder Klinke besteht, die über die Kette fallen gelassen wird.

Die Stange ist so geformt, dass sie sicher zwischen zwei Kettengliedern sitzt und ein weiteres Auslaufen der Kette verhindert. Aufgrund ihrer Fallbewegung wird sie manchmal als "Guillotine"-Stopper bezeichnet.

Das Standard-Sicherungsverfahren

Die Sicherung des Ankers ist ein präziser, kontrollierter Prozess, der die Sicherheit gewährleistet und die Ausrüstung schützt.

1. Kette auslaufen lassen

Der Anker wird abgesenkt und die erforderliche Länge (oder "Tiefe") der Kette wird mit der Ankerwinde ausgebracht. Anschließend wird die Ankerwindenbremse angezogen, um die Kette vorübergehend zu halten.

2. Stopper einschalten

Die Teufelskralle wird an einem Kettenglied befestigt und ihr Spannschloss angezogen, oder die Klinke wird in Position gebracht. Dies schafft die sichere physische Verbindung.

3. Last übertragen

Die Ankerwindenbremse wird dann vorsichtig und leicht gelöst. Diese Aktion überträgt bewusst die volle Spannung des Ankers auf den Kettenstopper.

Die Besatzung bestätigt visuell, dass die Kette zwischen dem Stopper und der Ankerwinde nun lose ist. Dies ist der endgültige Beweis dafür, dass die Ankerwinde isoliert ist und der Stopper das Schiff hält.

Verständnis der wichtigsten Sicherheitsprotokolle

Unsachgemäßer Umgang mit dieser Ausrüstung kann schwerwiegende Folgen haben. Der Prozess wird von strengen Sicherheitsprotokollen geregelt.

Das Risiko eines mechanischen Versagens

Kettenstopper stehen unter enormer Belastung. Sie müssen regelmäßig auf Anzeichen von Haarrissen, Verformungen oder Korrosion untersucht werden, da ihr Versagen plötzlich und katastrophal wäre.

Die Bedeutung des korrekten Eingriffs

Die Teufelskralle oder Klinke muss perfekt auf dem Ankerglied sitzen. Eine unsachgemäße Passform kann dazu führen, dass sie unter Last verrutscht, was eine massive Stoßbelastung für das gesamte Ankersystem verursacht und die Kette oder die Ankerwinde brechen kann.

Lösen des Stoppers: Ein kontrollierter Prozess

Um den Anker zu lichten, wird der Prozess mit gleicher Sorgfalt umgekehrt. Sie können den Stopper nicht einfach lösen, während er unter voller Last steht.

Zuerst wird die Ankerwinde verwendet, um die Kette gerade so weit einzuholen, dass die Spannung vom Stopper genommen wird. Sobald der Stopper entlastet ist, kann er sicher gelöst werden. Erst dann wird die volle Kontrolle wieder auf die Ankerwinde übertragen, um den Anker zu lichten.

Anwendung auf Ihr Ziel

Das Verständnis dieses Systems ist für alle, die an Schiffsbetrieb oder Schiffbau beteiligt sind, von entscheidender Bedeutung.

  • Wenn Ihr Hauptaugenmerk auf der Betriebssicherheit liegt: Bestätigen Sie immer, dass der Kettenstopper vollständig und korrekt eingerastet ist und die Ankerwinde unbelastet ist, bevor Sie das Schiff vor Anker als gesichert betrachten.
  • Wenn Ihr Hauptaugenmerk auf der Wartung der Ausrüstung liegt: Priorisieren Sie regelmäßige, sorgfältige Inspektionen des Kettenstoppers, seines Spannschlosses und seiner Fundamentschweißnähte auf Anzeichen von Ermüdung.
  • Wenn Ihr Hauptaugenmerk auf dem Verständnis des Schiffsdesigns liegt: Erkennen Sie, dass der Kettenstopper und sein verstärktes Fundament die kritische Schnittstelle sind, die die Ankerkräfte vom Grundgeschirr auf den Schiffsrumpf überträgt.

Letztendlich geht es bei der ordnungsgemäßen Sicherung der Ankerkette darum, die immensen Naturkräfte zu respektieren, indem man sie durch die stärksten, einfachsten und zuverlässigsten Komponenten des Schiffes leitet.

Zusammenfassungstabelle:

Komponente Hauptfunktion Schlüsselmerkmal
Kettenstopper Sichert die Ankerkette Überträgt die Last direkt auf den Schiffsrumpf
Teufelskralle Art des Stoppers C-förmiger Haken, der mit einem Spannschloss angezogen wird
Klinke Art des Stoppers Schwenkbare Stange, die zwischen die Kettenglieder fällt
Ankerwinde Hebt/senkt den Anker Wird durch den Stopper von den Haltekräften isoliert

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