Die primären Steuerungsoptionen für eine elektrische Ankerwinde sind bemerkenswert flexibel und reichen von einfachen Fußschaltern am Bug bis hin zu Kippschaltern am Steuerstand und sogar handgehaltenen kabellosen Fernbedienungen. Die überwiegende Mehrheit der modernen Installationen verwendet eine Solenoid-Steuerbox, die als Relais fungiert und die Verwendung mehrerer, bequemer Schalter mit geringer Stromstärke zur Steuerung des Hochleistungsmotors ermöglicht.
Der Schlüssel zum Verständnis Ihrer Ankerwinden-Steuerungsoptionen liegt in der Solenoid-Steuerbox. Diese Komponente ermöglicht ein vielseitiges und sicheres System mit mehreren Steuerpunkten; ohne sie sind Sie auf einen einzigen Hochleistungsschalter beschränkt, der die gesamte elektrische Last des Motors bewältigen muss.

Die Kernkomponente: Die Solenoid-Steuerbox
Ein Ankerwindenmotor ist ein Gerät mit hohem Strombedarf. Er kann leicht über 80 Ampere bei 12 Volt ziehen und erfordert zur sicheren Funktion Hochleistungselektrik.
Wie ein Solenoid funktioniert
Ein Solenoid ist im Wesentlichen ein ferngesteuerter Hochleistungsschalter. Ihr Bedienfeld – sei es ein Fußschalter oder ein Kippschalter am Steuerstand – sendet ein kleines elektrisches Signal mit geringer Stromstärke an das Solenoid.
Dieses Signal aktiviert einen Elektromagneten im Inneren des Solenoids, der einen robusten internen Kontakt schließt. Diese Aktion schließt den Hauptstromkreis und ermöglicht es dem Hochstrom von der Batterie, direkt zum Ankerwindenmotor zu fließen.
Warum es Flexibilität ermöglicht
Da Ihre Schalter nur den kleinen Signalstrom handhaben, können sie kleiner, kostengünstiger und mit viel dünnerem Kabel verdrahtet sein. Dies macht es einfach und sicher, mehrere Steuerstationen parallel auf Ihrem Boot zu installieren.
Aufschlüsselung gängiger Steuerungstypen
Mit einem Solenoid-basierten System können Sie die Steuerungen nach Ihren spezifischen Bedürfnissen kombinieren. Jeder Typ bietet unterschiedliche Vorteile für verschiedene Ankersituationen.
Auf dem Deck montierte Fußschalter
Dies sind robuste, wasserdichte Schalter, die typischerweise auf dem Vordeck in der Nähe der Ankerwinde installiert werden. Sie ermöglichen eine freihändige Bedienung, sodass Sie den Anker und die Kette mit beiden Händen steuern können, während Sie die Ankerwinde mit dem Fuß bedienen.
Am Steuerstand montierte Schalter
Ein Kipp- oder Wippschalter für Auf/Ab am Steuerstand gibt dem Skipper die direkte Kontrolle über das Setzen und Einholen des Ankers. Dies ist für den Einhandbetrieb unerlässlich oder wenn eine präzise Positionierung des Bootes über dem Anker erforderlich ist.
Handgehaltene Fernbedienungen (kabelgebunden und kabellos)
Fernbedienungen bieten maximale Flexibilität und ermöglichen es Ihnen, die Ankerwinde von überall an Deck aus zu bedienen. Dies gibt Ihnen eine klare Sicht auf den Anker, die Kette und mögliche Hindernisse.
Kabellose Fernbedienungen bieten maximale Bewegungsfreiheit, während steckbare kabelgebundene Versionen die Zuverlässigkeit einer physischen Verbindung ohne Batterien bieten.
Direkte Hochstromschalter
In dem seltenen Fall, dass ein System kein Solenoid verwendet, ist ein einzelner, extrem robuster Schalter erforderlich. Dies ist fast immer ein Hochleistungs-Fußschalter, der für die direkte Handhabung der vollen Last von über 80 Ampere des Motors ausgelegt ist. Diese Konfiguration ist elektrisch einfacher, bietet aber keine Flexibilität für zusätzliche Steuerstationen.
Verständnis der Kompromisse und Sicherheit
Die Wahl des richtigen Steuerungssystems erfordert eine Abwägung zwischen Komfort und den Realitäten eines Hochleistungselektriksystems.
Die kritische elektrische Last
Eine elektrische Ankerwinde, die 1000 Watt oder mehr zieht, ist eine erhebliche elektrische Last. Dies erfordert nicht nur ein robustes Steuerungssystem, sondern auch Stromkabel mit starkem Querschnitt (35-50 mm²), die zur Ankerwinde oder zu einer separaten Batteriebank im Bug führen.
Kombination von Steuerungen für maximale Nutzbarkeit
Die effektivsten Setups kombinieren oft mehrere Steuerungstypen. Eine gängige und sehr funktionale Konfiguration umfasst einen Auf/Ab-Schalter am Steuerstand für den Kapitän und ein Paar Fußschalter am Bug für die Crew.
Wesentliche Sicherheitsmerkmale
Unabhängig vom Steuerungstyp stellen Sie sicher, dass Ihr System Sicherheitsfunktionen enthält. Eine Not-Aus-Taste ist entscheidend, und viele moderne Steuerungen integrieren diese Funktion. Ein ordnungsgemäßer Stromkreisschutz mit einem Hochstrom-Leistungsschalter oder einer Sicherung in der Nähe der Batterie ist unerlässlich, um den Motor und die Verkabelung zu schützen.
Die richtige Wahl für Ihr Boot treffen
Ihre Entscheidung sollte darauf basieren, wie Sie Ihr Schiff betreiben.
- Wenn Ihr Hauptaugenmerk auf dem Einhandsegeln liegt: Ein zuverlässiger am Steuerstand montierter Schalter ist unerlässlich, oft ergänzt durch eine kabellose Fernbedienung für die Sichtbarkeit am Bug.
- Wenn Ihr Hauptaugenmerk auf dem Fahren mit Crew liegt: Eine Kombination aus einem Steuerstandschalter und am Bug montierten Fußschaltern bietet die größte Flexibilität für einen koordinierten Ankerprozess.
- Wenn Ihr Hauptaugenmerk auf maximaler Sichtbarkeit und Flexibilität liegt: Eine kabellose Fernbedienung, oft mit integriertem Kettenzähler, gibt Ihnen die volle Freiheit, den Anker vom besten Aussichtspunkt aus zu steuern.
Indem Sie verstehen, wie diese Komponenten zusammenarbeiten, können Sie ein Ankerwinden-Steuerungssystem entwerfen, das sicher, zuverlässig und perfekt auf Ihre Nutzung Ihres Schiffes abgestimmt ist.
Zusammenfassungstabelle:
| Steuerungstyp | Hauptanwendungsfall | Hauptvorteil |
|---|---|---|
| Auf dem Deck montierter Fußschalter | Betrieb mit Crew | Freihändige Steuerung am Bug |
| Am Steuerstand montierter Schalter | Einhandsegeln | Direkte Steuerung vom Steuerstand aus |
| Handgehaltene Fernbedienung (kabelgebunden/kabellos) | Maximale Flexibilität | Bedienung von überall an Deck mit klarer Sicht |
| Direkter Hochstromschalter | Einfache Systeme (selten) | Kein Solenoid erforderlich, aber auf einen Standort beschränkt |
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